Essaouira riecht nach Salz, gegrillten Sardinen und Arganöl. 2,5 Stunden westlich von Marrakesch öffnet sich der Blick auf den Atlantik. Hinter dicken Festungsmauern liegt eine UNESCO-geschützte Medina mit weiss-blauen Häusern und geraden Gassen. Der Wind weht hier fast immer — perfekt für Surfer, erfrischend für alle anderen. Planen Sie Essaouira als Stopp auf unserer 14-Tage Rundreise.
Im 18. Jahrhundert geplant, ist diese Medina erstaunlich geradlinig. Sie finden sich schnell zurecht — kein Vergleich zum Labyrinth von Fes oder Marrakesch. Seit 2001 UNESCO-Welterbe.
Bronzekanonen aus dem 18. Jahrhundert zeigen aufs Meer hinaus. Am Abend ist die Festung der beste Ort für Sonnenuntergänge. Von oben sehen Sie die Îles Purpuraires vor der Küste.
Kilometerlanger Sand, konstanter Wind und Wellen — Essaouira gilt als Windsurf-Hotspot Afrikas. Wer nicht surfen möchte, spaziert einfach dem Wasser entlang. Strandcafes laden zur Pause ein.
Morgens legen die bunten Boote an und Fischer sortieren ihren Fang. Sie wählen Ihren Fisch direkt am Stand. Ein paar Schritte weiter wird er gegrillt und serviert — frischer geht es nicht.
Nach den lebhaften Königsstädten wirkt Essaouira wie eine Erholung. Alles ist nah, die Stimmung ist gelassen.
Thujaholz-Schnitzereien sind die Spezialität der Stadt. In den Kooperativen sehen Sie zu, wie Schalen, Schachbretter und Schmuckkästchen entstehen.
Gnawa-Rhythmen klingen aus offenen Türen. Jedes Jahr im Juni findet das Gnawa Festival statt — drei Tage Musik unter freiem Himmel.
Möwen kreisen über dem Hafen, Fischernetze trocknen in der Sonne. Die weiss-blauen Häuser erinnern an griechische Inseln — nur mit marokkanischem Charakter.
Gegrillte Sardinen ab 3 CHF, Thunfischsteak oder Meeresfrüchte-Tajine — alles direkt am Hafen mit Blick aufs Wasser.
Das Meer hält die Temperaturen ganzjährig zwischen 15 und 25 °C. Frühling und Herbst sind am ruhigsten. Im Sommer sorgt die Brise für Abkühlung.
Der Passatwind weht fast täglich. Packen Sie eine leichte Jacke ein, auch im Sommer. Abends kann es frisch werden.
Alles ist zu Fuss erreichbar. Vom Busbahnhof bis zur Medina brauchen Sie 10 Minuten. Für Ausflüge nutzen Sie ein Taxi oder einen Mietwagen.
Riads in der Medina bieten teils Dachterrassen mit Meerblick. Am Strand gibt es grössere Hotels. In der Hochsaison lohnt sich frühe Buchung.
Surfschulen und Materialverleih finden Sie direkt am Strand. Die Bedingungen passen auch für Anfänger — flacher Einstieg und konstanter Wind.
Die Händler sind freundlich und zurückhaltend. Niemand zerrt Sie in seinen Laden. Sie können in Ruhe bummeln und kaufen, was Ihnen gefällt.
Sie fliegen nach Marrakesch (Direktflug ab Zürich) und fahren 2,5 Stunden über die Autobahn zur Küste. Ein kleiner Flughafen bei Essaouira bedient Inlandsflüge.
Gesamtreisezeit ab Zürich: rund 6–7 Stunden. Die Fahrt von Marrakesch führt durch Arganwälder — unterwegs können Sie einen Stopp einlegen.
Südlich der Stadt wachsen die einzigen Arganbäume der Welt. In Kooperativen sehen Sie, wie das Öl gepresst wird. Und ja: Ziegen klettern tatsächlich in die Bäume.
Jimi Hendrix soll hier in den 1960ern verweilt haben. Das kleine Dorf liegt zwischen Dünen und Ruinen — ein ruhiger Spaziergang von der Stadt aus.
20 km südlich liegt dieser ruhige Strand. Weniger Wind als in Essaouira, gute Wellen zum Surfen und kaum Touristen.
Mit dem Quad entlang der Küste und durch das Hinterland. Touren dauern 2 Stunden bis einen ganzen Tag und sind auch für Anfänger geeignet.